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Instandsetzung der Dächer und Fassaden im Sommer 2010

Es tut sich was unter den Dächern des Klosters

Nach Durchführung der Ausschreibungsphase wurden im Mai die Aufträge für die Zimmerer-, Dachdecker-, Flaschner- und Gerüstbauarbeiten für die Arbeiten am Westflügel, dem Bauabschnitt I vergeben. Die beauftragten Firmen kommen aus der näheren Umgebung.

Nachdem der Klosterflohmarkt am letzten Wochenende im Mai mit gutem Erfolg durchgeführt wurde, begannen die Bauarbeiten Anfang Juni.

Auch wenn man im Augenblick von außen nicht viel sieht, tut sich unter der Dachhaut eine Menge: Die Fußpunkte der Dachkonstruktion wurden freigelegt; Architekt, Tragwerksplaner und Zimmermann überprüften die vorgefundenen Schäden und legten die einzelnen Arbeitsschritte für die Reparaturen fest, die jetzt ausgeführt werden.

Zum Schutz der Wochenstuben der Fledermauspopulation im Dachraum müssen die Arbeiten sehr vorsichtig, möglichst geräuscharm und in einem festgelegten Abstand ausgeführt werden. Dies ist eine Auflage der Genehmigungsbehörde, die zusätzlich vor Ort durch einen Sachkundigen begleitet und überwacht wird.

Die bisher durchgeführten Arbeiten konnten weitgehend unter der geschlossenen Dachhaut ausgeführt werden, was dem Baufortschritt bei den zurzeit herrschenden, nassen Witterungsbedingungen sehr zugute kommt.

Die Arbeiten am Westflügel sollen bis Ende Oktober / Anfang November soweit abgeschlossen sein, dass dann – wieder abhängig von den Fledermäusen – mit den Arbeiten im Süd- und Ostflügel begonnen werden kann.

Schadensbild

Schadensbild 1 (P1181167):

Nach dem Freilegen, d.h. Entfernen des Bodenbelages im Dachraum (siehe oberer Bildrand) musste festgestellt werden, dass die notwendige Balkenlage einfach nicht mehr vorhanden war. Man sieht direkt auf die Oberseite der Stuckdecke der Kirche.

Schadensbild

Schadensbild 3 (P1181167):

Fußpunkt im Kehlbereich der Dächer zwischen dem Nord- und dem Westflügel. Rechts sind frühere Reparaturmaßnahmen zu sehen. Von Oben schaut man direkt auf die Stuckdecke der Kirche

Schadensbild

Schadensbild 5 (P1180171)

Fußpunkt im Übergang Westflügel / Nordflügel:
Im Kehlbereich der Dächer hat über einen langen Zeitraum eindringendes Wasser die Schäden verursacht.
Die kraftschlüssige Verbindung, die die ankommenden, viele Tonnen schweren Lasten abtragen und weiterleiten soll, besteht nicht mehr.

Erst nach dem Öffnen der Schadstellen und der genauen Bewertung der Situation kann der Tragwerksplaner gemeinsam mit dem Architekten die notwendigen Reparaturmaßnahmen berechnen und festlegen, mit dem Zimmermann die Einzelheiten besprechen und die Arbeiten zur Ausführung freigeben.
Für Außenstehende ergibt sich dabei oft der Eindruck: „Nichts passiert!“

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© Kloster Habsthal










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