Links  Impressum   Datenschutz
Quelle: Südkurier vom 10.09.2014

Staatssekretär Ingo Rust besucht Kloster in Habsthal


Ostrach - Seine viertägige Denkmalreise startete der Staatssekretär Ingo Rust im Landkreis Sigmaringen und besuchte zuerst das Benediktinerinnenpriorat „Unserer Lieben Frau“.



Freundlicher Empfang Staatssekretär Ingo Rust wird in der Klosterkirche von Priorin Kornelia Kreidler und Abt Benno Malfèr von Muri-Gries als Ordinarius begrüßt. Bild: rauscher

Autor Nicole Rauscher

„Ziel der Denkmalreise ist es, vor allem den Akteuren, die sich vor Ort für Pflege und Erhalt von Kunstdenkmalen einsetzen, die Wertschätzung für ihr herausragendes Engagement zu vermitteln“, sagte Rust. Außerdem rührte er die Werbetrommel für den europäischen „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, der die Möglichkeit biete, archäologische Stätten sowie Bau- und Kunstdenkmäler in der Umgebung zu entdecken.

Nach einem Rundgang durch das historische Gebäude zeigte er sich beeindruckt und betonte immer wieder, was ihm aufgefallen sei: „Hier geht man sehr liebevoll voran.“ Rust versicherte, dass diese Arbeit weiter mit finanziellen Mitteln unterstützt werde. „In Deutschland sind wir an der Spitze und haben uns zum Ziel gesetzt, dieses hohe Niveau beizubehalten“, so Rust eingangs. Der Topf zum Erhalt von Baudenkmälern sei mit 15 Millionen Euro gefüllt, damit stehe Baden-Württemberg an erster Stelleund halte dieses Niveau seit 2012. Der Staatssekretär weiter: „Im Jahr 2014 betragen die Aufwendungen für Denkmalpflege im Landeshaushalt rund 24,5 Millionen Euro.“ Dabei sei das wichtigste Instrument das Denkmalförder-programm, dessen Mittel aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg stamme. Als weiteres wichtiges Engagement nannte er die Denkmal-Stiftung. „Damit bürgerliches Engagement gefördert werden kann, wurden auch hier die Finanzmittel von einer Million Euro um eine weitere erhöht. Damit stehen weitere zwei Millionen Euro über die Stiftung für Denkmalpflege zur Verfügung.

Seit 1985 ist das Kloster Habsthal ein eigenständiges Priorat mit Abt Benno Malfèr von Muri-Gries (Südtirol) als Ordinarius. Er stand der Priorin Kornelia Kreidler zur Seite, während sie die Gäste begrüßte. Die Liste war lang. Neben den Besuchern aus dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft waren auch Vertreter der Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen anwesend.

Außerdem freute sich Schwester Kornelia unter anderem über den Besuch von Landrätin Stefanie Bürkle, wie auch über den der beiden Bürgermeister Christoph Schulz aus Ostrach und Stefan Bubeck aus Mengen. Abt Benno schilderte die Entwicklung des Klosters mit der Reformation im Jahre 1085. Doch ein bedeutungsvoller Schritt zum Erhalt des Klosters fand erst vor kurzem statt. „2008 war die Gründung des Fördervereins. Er ist unter der Geschäftsführung von Bürgermeister Christoph Schulz eine ganz wichtige Stütze.“

Besonders beeindruckt zeigte sich die Landrätin nach der Führung und fand lobende Worte. Landtagsabgeordneter Klaus Burger erachtete es als wichtig, dass das Leben im Kloster weiter erhalten bleibt: „Die Mischung aus einer Stätte der Stille und der Spiritualität muss erhalten bleiben, gerade in unserer hektischen Zeit“, sagte er. Das Geld sei oben auf dem Dachstuhl gut angelegt, aber unten dürfe man nun nicht sparen. „Als Nächstes müssen die Fenster gemacht werden und die Klostermauer“, stellte er in Aussicht.
© Kloster Habsthal










Counter script