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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 12.01.2015

12.01.2015 von Vera Romeu

Nach Ruhephase geht die Sanierung weiter
Förderverein des Klosters Habsthal zieht Bilanz und wählt Vorstandschaft


Die Vorstandschaft des Fördervereins steht den Mitgliedern Rede und Antwort.
(Foto:romeu)


Habsthal/sz Über abgeschlossene und anstehende Aufgaben haben die Mitglieder des Fördervereins des Benediktinerinnenklosters bei ihrer Hauptversammlung diskutiert.

Die Versammlung bestätigte auf weitere drei Jahre Christoph Schulz als Geschäftsführer, Andreas Reisch als Schatzmeister, Waltraud Selg als Schriftführerin. Siegfried Holderried trat als Kassenprüfer zurück, neu gewählt wurde Hartwig Schöller, im Amt bestätigt wurde Herbert Birmele. Sabine Schmidt-Rösel wurde zur Leiterin des Dezernats für Baufragen bestimmt.

Geschäftsführer Christoph Schulz, Bürgermeister von Ostrach, berichtete von den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres. Staatssekretär Ingo Rust war bei der Landesdenkmalreise gekommen, hatte die Baumaßnahmen angeschaut und signalisiert, das Kloster werde bei Bedarf weiter unterstützt.

Auch der Adventsmarkt sei ein voller Erfolg gewesen. Der Spendenaufruf für den Ölberg hat 2300 Euro eingebracht. Die Restaurierung des Ölbergs wird rund 17000 Euro kosten. Schulz bat die Mitglieder, Ideen zu entwickeln, damit weitere Mittel gefunden werden können. Der Flohmarktstand von Waltraud Selg habe 1250 Euro eingebracht, die in voller Höhe der Klostersanierung zufließen. Die Mitglieder stimmten dem Vorschlag von Schulz zu, beim nächsten Adventsmarkt von jedem Stand eine Mindestgebühr von 40 Euro für die Hütten und 30 Euro für die Stände im Kreuzgang zu erheben. Auf Vorschlag von Renate Reul wird die Vorstandschaft überlegen, ob den Besuchern des nächsten Adventsmarktes im Klostergebäude auch ein Ort der Stille und Besinnlichkeit angeboten werden kann.

Schatzmeister Andreas Reisch legte seinen Bericht vor: Demnach hat 2014 der Förderverein rund 22000 Euro erwirtschaftet und verfügt Ende 2014 über einen Kassenstand von rund 42000 Euro. Die Versammlung beschloss, dem Kloster 35000 Euro für den Erhalt der Gebäude zu überweisen.

Mitglied Siegfried Holderried fragte kontrovers gestimmt nach dem Stand der Schulden: Es seien 1,5 Millionen Euro verbaut worden, der Förderverein habe 150000 Euro eingebracht, also forderte er eine Information über die Höhe der Schulden. Abt Benno Malfèr, Vorsitzender des Fördervereins, erklärte, es gebe keine Schulden. Man habe immer nur so viele Mittel ausgegeben, wie zur Verfügung gestanden haben. Zudem seien viele Zuschüsse geflossen. Die Rechnungen seien alle bezahlt, die Abrechnung liege den Behörden zur abschließenden Prüfung vor. Nach dieser Prüfung werde der Rest der bewilligten Zuschüssen in Höhe von 110000 Euro ausbezahlt. Die Zwischenfinanzierung habe das Kloster Muri-Gries den Habsthaler Benediktinerinnen vorgestreckt.

2014 war ein Jahr, in dem nur wenig gebaut wurde, um der Benedik-tinerinnengemeinschaft eine Ruhepause zu vergönnen, berichtete Projektleiterin Sabine Schmidt-Rösel. Ein Stück Klostermauer sei abgerutscht, man habe es gesichert, die neue Beleuchtung der Kirchentreppe werde in den nächsten Tagen fertiggestellt. Die Joche der Glocken sind, um die Statik zu sichern, ersetzt worden, insgesamt seien im vergangenem Jahr 53000 Euro ausgegeben worden. 2015 wird die Sanierung der Fenster in Angriff genommen, dafür werden demnächst die Kosten zusammengestellt. Auch die Sanierung der Klostermauer stehe an.

© Kloster Habsthal










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