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Quelle: Südkurier vom 12.08.2014

Malen mit Blüten und Gemüse

Ostrach - Christa Eichelmann-Steinborn zeigt im Klosterlädele eine außergewöhnliche Variante des Malens.

Mit Blüten und Gemüse malen

Christa Eichelmann-Steinborn leitet Norbert Schreiber an, wie er mit Blüten und Gemüse malen kann. Bild: Rauscher

Autor Nicole Rauscher

Immer wieder werden im Klosterlädele Thementage angeboten. Am Samstag drehte sich alles rund um „Blütenpflanzen und deren Produkte“. Dass Beinwell, Kamille und Ringelblumen gerne als Heilmittel eingesetzt werden, ist inzwischen bekannt. Doch an diesem Nachmittag bekamen all die Blüten eine völlig andere Verwendungsform: Christa Eichelmann-Steinborn zeigte, wie man mit ihnen malen kann. Anhand einer kleinen Ausstellung zeigte sie ihre eigenen Werke, die sie mit den Farben von Blütenblättern „gepinselt“ hat.
„Als Kind habe ich einmal gehört, mit Klatschmohn könnte man malen“, erinnerte sie sich. Das ging ihr nicht mehr aus dem Kopf, bis sie es selbst ausprobiert hat. „Dann experimentierte ich weiter“, erzählte sie und zeigte, was daraus entstanden ist. „Malven geben einen ganz tollen Ton“, schwärmte die Künstlerin. „Aber auch Kapuzinerkresse, Sonnenblumen, Kornblumen.“
Rote Bete als Stift
Eine Rote Bete spitzte sie etwas an. Damit ließ sich das Gemüse wie ein Stift in der Hand halten. „Gleiches könnte man auch mit einer Karotte machen“, erklärte Christa Eichelmann-Steinborn. „Pfefferminze gibt ein gutes Grün“, erklärte sie Norbert Schreiber, der neugierig schaute, wie man mit Blüten malen kann. Dazu faltete Eichelmann-Steinborn ein Minzeblatt zusammen und gab es ihm in die Hand. Innerhalb kurzer Zeit war das kleine Gemälde aus Blumen- und Gemüsefarben fertig. „Ich bin fasziniert“, staunte Schreiber anschließend über sein völlig neues und einzigartiges Kunstwerk.
„Ich liebe die Natur und die vielfältigen Möglichkeiten“, erläuterte Eichelmann-Steinborn. Aus Hohentengen kommend, leitet sie dort an der Schule die Garten-AG. „Den Kindern die Natur näherzubringen und ihnen die Augen zu öffnen“ sei ihr Ziel. „Langsam wissen sie, dass die Natur nicht langweilig ist.“Anschließend folgte sie der Einladung von Doris Danner, einem Mitglied des Fördervereins des Klosters, zum Thementag ihre Technik vorzustellen und damit Kinder und Erwachsene zu inspirieren, was durch die Natur noch alles möglich ist.

© Kloster Habsthal










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