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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 22.01.2014

Klosterladen setzt Themenschwerpunkte
Veranstaltungen rund um Wolle, Wein und Imkerei – Erweiterte Öffnungszeiten

Von Julia Freyda

Webstube
In der Webstube neben dem Klosterladen spinnt Hildegard Igel die Schafswolle zu Garn. FOTO: JULIA FREYDA

HABSTHAL - Der Habsthaler Klosterladen will in diesem Jahr die Bereiche Wolle, Pilgern, Imkern und Weinverkostung hervorheben. Außerdem werden ab Februar die Öffnungszeiten erweitert. Ab kommendem Monat soll der Klosterladen nicht nur samstags von 10 bis 15 Uhr, sondern auch freitags von 15 bis 19.30 Uhr öffnen. "Wir sind mittlerweile gut eingespielt und der Laden wird gut angenommen", sagt Doris Danner vom Förderverein des Klosters, die mit einem Team von rund zehn
Ehrenamtlichen den Klosterladen leitet.

Geplant ist zum Beispiel ein Tag rund um die Schafswolle. Dabei soll gezeigt werden, wie aus der Wolle der Schafe am Kloster fertiges Garn wird. Denn neben dem Klosterladen hat Hildegard Igel ihre Webstube, die während der adenöffnungszeiten
meistens auch für Besucher offen steht. "Auch ein Spinnkurs ist bei Interesse möglich. Dabei wird den Menschen vielleicht bewusst, wie viel Arbeit eigentlich dahintersteckt", sagt Igel. Auch die Imkerei am Kloster soll vorgestellt werden.
"Da könnten wir zum Beispiel zeigen, wie der Honig ins Glas kommt", sagt Danner, die selber Imkerin ist. Voraussichtlich im April wird sich eine Veranstaltung um das Thema Pilgern sowie den Jakobsweg und den Oberschwäbischen Pilgerweg drehen.

Vor rund einem halben Jahr haben der Förderverein und die Benedikti-
nerinnengemeinschaft den Laden am Kloster Habsthal geöffnet. Mit der bisherigen Resonanz sind sie zufrieden. Kunden kommen aus der Region, aber auch aus dem Raum Stuttgart oder schauen auf dem Weg zum Bodensee vorbei. "Wir sind kein
Kloster, an dem täglich ein Omnibus hält. Entsprechend haben wir auch keine Laufkundschaft und sind darauf angewiesen, dass der Laden sich herumspricht", sagt Priorin Kornelia Kreidler.

Klosterladen
Doris Danner und Priorin Kornelia Kreidler an einem der beliebtesten
Regale im Klosterladen: die Weine aus der Abtei Muri-Gries. FOTO: JUL


Mit den Themenschwerpunkten soll ein noch breiteres Publikum angesprochen werden. "Für viele ist die Hemmschwelle recht groß, ein Kloster zu besuchen. Der Laden ist aber relativ neutraler Boden, um Habsthal kennenzulernen", sagt Danner. Priorin Kornelia sieht den Klosterladen auch als einen Ort der Begegnung und um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. "Er ist für uns eine Tür nach draußen", sagt die Benediktinerin.

Viele Kunden kommen gezielt wegen der Weine aus der Abtei Muri-Gries nach Habsthal. Daher sind Weinverköstigungen und auch Weinproben geplant. Im Sortiment sind unter anderem auch Waren aus dem Kloster Beuron, Karten und
Bücher, Kerzen, Devotionalien, handgewebte Leinenstoffe, Honig sowie fair
gehandelte Produkte, wie sie auch in Weltläden zu finden sind. Erweitert
werden soll das Sortiment vorerst nicht. "In der Beschränkung liegt auch ein Wert", sagt Priorin Kornelia. Ab und zu würden Kunden auch kritisieren, dass die Waren im Klosterladen recht teuer seien. "Da müssen wir dann auch ein Stück Bewusstseins-arbeit leisten, dass wir hochwertige Waren anbieten. Gute Sachen haben ihren Preis", sagt die Priorin.

© Kloster Habsthal










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