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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 23.06.2014

Team schwärmt von der Atmosphäre
Von Anita Metzler-Mikuteit

Ein Jahr Klosterladen in Habsthal – Führungen durch Imkerei

Ein Jahr Klosterladen
Obwohl Berta und Karl Sommer schon viel über die Imkerei wissen, erfahren sie beim Rundgang durch die Klosterimkerei mit Doris Danner (links) doch
noch Neuigkeiten.


HABSTHAL - Ein Jahr ist es her, dass der Klosterladen im Benediktinerinnenkloster in Habsthal erstmals seine Türen geöffnet hat. Mit Verkostungen, Führungen durch die Klosterimkerei und anderen Angeboten wurde das Jubiläum am vergangenen Wochenende gebührend gefeiert.
„Wir haben mit einem recht kleinen Sortiment angefangen“, erinnert sich Doris Danner, die gemeinsam mit Renate Reul und Priorin Schwester Kornelia Kreidler das Ladenprojekt ins Leben gerufen hat.
Genau genommen hat alles bei einem Imkerinnenkurs auf der Heuneburg angefan-gen. Hier haben sich die drei Frauen kennengelernt. Und bald festgestellt, dass ihnen die Imkerei unheimlich Freude macht. Die Idee der Bienenliebhaberinnen, den im Kloster Habsthal produzierten Ho nig auch vor Ort zu verkaufen, nahm zunehmend konkrete Formen an.
Nach und nach wurde das Gesamtsortiment erweitert. Doch die Aus wahlkriterien waren von Anfang an streng. „Wir schauen ganz genau drauf, unter welchen Umständen die Produkte hergestellt werden“, so Doris Danner.

Fair gehandelte Produkte
Eine feine Auswahl fair gehandelter Produkte von der Ravensburger Fairhandels-genossenschaft sind im Verkaufsraum mit Wohnzimmeratmosphäre deshalb genauso zu finden wie ausgewählte Bücher, Produkte der Kerzenwerkstatt Hermannsberg, Weine aus der Klosterkellerei MuriGries in Bozen oder Heilwolle von
den klostereigenen Schafen. Für das Spinnzimmer direkt gegenüber ist Hildegard Igel verantwortlich.
Die Webmeisterin bietet auf Anfrage Spinnkurse an. Zehn Männer und Frauen zeichnen sich inzwischen für das Ladenprojekt verantwortlich, natürlich ehren-amtlich. „Es ist einfach ein Wunder, was die Bienen leisten“, sagt Doris Danner bei der Imkereiführung, die an diesem Wochenende mehrmals angeboten wird. Gleichzeitig sei es „tragisch“, wie wir mit ihnen umgehen, fährt sie fort. Nicht nur der hohe Spritzmitteleinsatz oder die stetig wachsenden Monokulturen seien am Bienensterben schuld. „Das größte Problem ist unsere hohe Anspruchshaltung“, so
die gelernte Drogistin, „mit unserem Wohlstand machen wir die Natur kaputt“. Insgesamt weniger zu konsumieren und gleichzeitig auf die Qualität zu achten sei ein Weg, aus dieser Misere heraus zu kommen.
Die Teilnehmer erfahren darüber hinaus eine ganze Menge über die Honigproduktion und das perfekte Zusammenspiel von Königinnen, Drohnen und Arbeiterinnen in ihrem engen sozialen Gefüge. „Es macht einfach Freude, das Kloster auf diese Weise zu unterstützen“, erzählt Do ris Danner über ihr Engagement und schwärmt nicht nur von der schönen Atmosphäre.
Auch die Begegnungen mit den Kunden, die teils von weit her kommen, empfindet sie immer wieder als eine Bereicherung. So hat das rührige Team auch weiterhin viel vor. Ab Juli gibt es im Weingewölbe regelmäßig Weinverkostungen für Besucher-gruppen.
Am 9. August dreht sich im Klosterladen alles um Blütenpflanzen. Einmal pro Monat sollen zukünftig Thementage angeboten werden.
Auch gibt es Planungen in Kooperation mit dem irischen Pater Shay Cullen, der sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit und Kinderrechte auf den Philippinen einsetzt.
Der Klosterladen ist immer freitags von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 15 Uhr.

© Kloster Habsthal










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