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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 25.02.2015
















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s strahlt sehr viel Ruhe aus, wenn die Weberin Hildegard Igelam Webstuhl sitzt.
Foto: Vera Romeu


Thementage machen Klosterladen attraktiv


Die Benediktinerinnen von Habsthal freuen sich über regen Besuch

Von Vera Romeu 25. Februar 2015

Habsthal - - Es gehört zum Konzept des Klosterladens, immer wieder ein Thema hervorzuheben, das mit der Ware in Beziehung steht. 2015 wird es jeden Monat an einem Samstag, zwischen 10 und 15 Uhr, einen Thementag geben. "Wir wollen mit unseren Kunden ins Gespräch kommen, mal vertieft über ein Produkt sprechen. Dafür eignen sich Thementage", erklärt Doris Danner, die das ehrenamtliche Team anleitet, das im Klosterladen arbeitet.

"Weben am Webstuhl in der Wollstube" war am vergangenen Wochenende das Motto. Die Weberin Hildegard Igel saß in der kleinen Werkstatt gegenüber des Klosterladens und arbeitete. Sie webt gerade einen Stoff, um Stuhlkissen für das Refektorium zu nähen. Die naturfarbene Wolle kommt von den Klosterschafen, sie wurde im Kloster gesponnen. Es hat etwas Beschauliches, die Weberin zu beobachten, wie sie das Schiffchen durchschiebt, den Webstuhl knarren lässt, wenn sie die Pedale hinunter tritt und wieder das Schiffchen durchschiebt. Und wieder hört man das Knarren des Webstuhls, das wie ein Seufzen ist.

Die Weberin erklärt den Besuchern, was sie webt, wie der Webstuhl aufgespannt wird, wie die Fäden gezählt und aufgeteilt werden. Weben ist eine uralte Kunst. Der Stoff, den sie webt, hat ein Muster, das aus der Struktur der Wolle entsteht. Sie verarbeitet zwei Wollgarne: Sie schiebt zehnmal das Schiffchen mit der feinen glatt gesponnen Wolle durch, dann zweimal die gröbere unregelmäßige Wolle. Das Muster ist mit Priorin Kornelia abgesprochen. "Die Klosterfrauen werden den Stoff selber verarbeiten und die Stuhlkissen nähen", berichtet Hildegard Igel. Im Klosterladen gibt es Wollprodukte zu kaufen, die von der Weberin hergestellt worden sind: kuschelige Schals aus außerordentlich schönen selbstgefärbten Wolle, Teppiche, Tücher, Decken, Sets. Alles Naturprodukte von hoher Qualität und kunstvoll verarbeitet. "Das sind schöne Geschenke, wenn man etwas Besonderes sucht", freut sich Doris Danner.

"Wir bringen uns alle sehr stark in den Klosterladen ein", erklärt sie. Im Team gibt es ganz unterschiedliche Fähigkeiten und ein breit gestreutes Wissen, davon sollen die Kunden profitieren. Der Thementag wird jeweils von dem Mitarbeiter gestaltet, der sich bei dem hervorgehobenen Produkt am besten auskennt. An diesem Tag wird intensiver über die Ware beraten, erklärt Doris Danner. Der Klosterladen soll auch ein Ort der Begegnung sein, eine Schnittstelle zwischen weltlicher und klösterlicher Welt. Hier entdeckt man ein wenig von der Atmosphäre, die in der kleinen benediktinnischen Frauengemeinschaft herrscht.

Am Samstag, 14. März, steht der Wein von Muri-Gries im Mittelpunkt. Jan Eckhoff und Horst Schumacher bieten im Weingewölbe eine Verkostung an. Es wird über Wein geredet.

Am Samstag, 11. April, geht es ums Bio-Gärtnern: Bücher über biologischen Anbau und Produkte für eine erfolgreiche Kompostierung und Düngung, die im Klosterladen angeboten werden, stehen -passend zur Jahreszeit - im Mittelpunkt.

© Kloster Habsthal










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