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Quelle: Schwäbische Zeitung vom 26.09.2013

Ausstellungen zeigen Engel, Leben und Tod
Habsthaler Benediktinerinnen laden zur Vernissage am kommenden Sonntag ein

Ausstellung

Waltraud und Werner Selg sowie der Fotograf Timo Wetz stellen im Kloster Habsthal aus. Priorin Kornelia Kreidler OSB freut sich über die zwei exzellenten Ausstellungen. (Foto: vr)

Von Vera Romeu

HABSTHAL Gleich zwei Ausstellungen werden am kommenden Sonntag, 29. September, um 15 Uhr im Kloster Habsthal eröffnet. Der Fotograf Timo Wetz stellt im Kreuzgang Fotografien von Engeln, die er auf Friedhöfen aufgenommen hat, aus. Parallel dazu zeigt die Kuratorin Waltraud Selg "Bilder und Zeugnisse der Volksfrömmigkeit zu Geburt und Tod" im ehemaligen Refektorium und in der Sakristei. Beide Ausstellungen passen gut zueinander, jede für sich ist eindrucksvoll.

Im Kreuzgang hängen die Engelfotografien wie ein feiner Fries an der Wand. Gegenüber hängen meditative und tröstliche Texte zu den Engeln, die Pater Pius Agreiter OSB formuliert hat. Überall, wo Fotograf Wetz hinkommt, geht er auf den Friedhof, um Grabengel aufzunehmen: Etwa in Bad Saulgau, Köln, Hamburg und Neuseeland. Daraus ist ein beträchtliches Werk geworden, Wetz zeigt nur einen kleinen Teil davon. Schwarz-weiß fotografiert er, weil Farbe vom Wesentlichen ablenkt, bei schwarz-weiß sind die Konturen prägender, sagt er. Mit einer Linhof-Kamera sind diese Fotografien aufgenommen worden. Teilweise wurden die Bilder bis zu 15 Minuten belichtet, sodass zum Beispiel die Bewegungen der Blätter im Wind mit aufgezeichnet sind. Die Wirkung ist hoch ästhetisch. Die Bilder werden bis kurz vor dem Adventsmarkt im Kreuzgang des Klosters zu sehen sein. Auf dem Adventsmarkt kann man sie für 79 Euro erwerben, ein Teil des Erlöses verbleibt als Spende im Kloster, erklärt Fotograf Wetz. Im Klosterladen gibt es bereits Postkarten der Motive.

Die zweite Ausstellung ist ein Beitrag zum Jahresprogramm des Kreiskulturforums, das 2013 den Schwerpunkt "Leben und Tod" hat. Kuratorin Selg hat den Schwerpunkt auf das Leben gesetzt. Sie zeigt Kostbarkeiten der Volksfrömmigkeiten. Die Exponate hat sie aus Privatsammlungen und aus dem Kloster Habsthal zusammengetragen und lässt die Dinge das Leben - von der Wiege bis zur Bahre - erzählen. Historischer Gebärstuhl und Wiege, Taufkleider und Taufgeschenke, Wallfahrtsbilder und Schutzmedaillen, Madonnen aus Wallfahrtsorten und Votivgaben zeugen von der Sorge um das Leben und die Gesundheit.

In der ehemaligen Sakristei zeigen Exponate, was den Tod umgab. Eine Cuculla, die Benediktinerinnen in den Tod trugen, Sterbekreuze, Gemälde, Versehzeug und Stücke vom Zizenhauser Totentanz. Es sind ausdrucksstarke Kostbarkeiten und außergewöhnliche Exponate der Volksfrömmigkeit.

© Kloster Habsthal










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