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Freitag, den 10. Juli 2026

Schrecken des 2. Weltkrieges im biographischen Gepäck
Die Traumata der Kriegskinder und die Kraft der Kriegsenkel

Vortrag im Kloster Habsthal mit der Berliner Autorin Ingrid Meyer-Legrand
Sie waren Kinder im Zweiten Weltkrieg. Oft sind die „Kriegskinder“ selbst schwer traumatisiert
worden. Sie haben die Bomben erlebt oder die Flucht, eine Mutter, die alleine zurechtkommen
musste und möglicherweise selbst Schlimmes erlebt hat. Wenn der Vater nicht mehr zurückkehrte
oder nach der Heimkehr ein anderer war, mussten sie sich diesem Schicksal fügen. Kriegskinder
tragen deshalb ein ganz besonderes Erbe. Nachdem ihre Generation in Deutschland in den
vergangenen 20 Jahren vermehrt in den Blick geraten ist, sind es inzwischen auch die Kriegsenkel,
die nicht selten noch im Bann der Kriegstraumata stehen. Mehr und mehr bekommen auch sie die
Aufmerksamkeit.

Über die „Schrecken des 2. Weltkrieges im biographischen Gepäck“ referiert
die Berliner Autorin Ingrid Meyer-Legrand
vortrag:10 07

in ihrem Vortag am Freitag, den 10. Juli 2026 ab 19 Uhr im Kloster Habsthal,
Klosterstraße 11, 88356 Ostrach.

Dabei betrachtet sie sowohl das besondere Erbe der Kriegskinder als auch das der Kriegsenkel.
Die Therapeutin zeigt auf, wie diese Erfahrungen oft noch in beide Generationen hineinwirken und
nicht selten bis ins Hier und Jetzt belastend sind. Sie macht aber auch Mut, dass vor allem die
Kriegsenkel durch ihre spezielle Familiengeschichte ein Rüstzeug mitbekommen haben, mit den
heutigen Herausforderungen besser umzugehen.

So beschreibt die Autorin Ingrid Meyer-Legrand in ihrem neuen Buch „Aufgewachsen im langen
Schatten des Krieges, wie Kriegsenkel heute ihr biografisches Erbe erkennen und nutzen“ die
positive Kraft und die Ressourcen der Kriegsenkel, die diese möglicherweise gerade aufgrund der
Belastungen entwickelt haben. „Entdecken Sie die Ressourcen Ihrer Herkunftsfamilie. Da sind nicht
nur Belastungen, sondern auch Dinge, auf die Sie stolz sein können“, fordert sie ihre Zuhörer*innen
auf. Nicht selten stelle sich eine Hochachtung vor der eigenen Lebensleistung ein, die als Chance
genutzt werden könne. Ingrid Meyer-Legrand zeigt, warum diese Jahrgänge ein mentales Rüstzeug
haben, das sie dazu befähigt, mit Veränderungen und mit dem gesellschaftlichen Wandel besser
umzugehen als andere.

Ingrid Meyer-Legrand praktiziert in freier Praxis in Berlin, Brüssel und online, als Systemische Therapeutin (ST), Systemische
Supervisorin (SG), Coach und Hypnotherapeutin und war 20 Jahre Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule für Soziale
Arbeit (EHB) in Berlin. Die Dipl.-Sozialarbeiterin studierte Sozialwissenschaften und Geschichte und hat die Erlaubnis zur
Ausübung der Heilkunde; HP Psychotherapie, Europäisches Zertifikat Psychotherapie (ECP). Meyer-Legrand ist Autorin
zahlreicher Fachveröffentlichungen zum Thema Kriegsenkel wie „Die Kraft der Kriegsenkel“ (2016), „Kriegsenkel: Endlich
ankommen! Neue Zukunftsperspektiven durch die Versöhnung mit deiner Geschichte“ (erscheint im Herbst 2026) im Europa
Verlag.

Eintritt: 10 €

Der Förderverein des Benediktinerklosters Habstahl unterstützt mit dieser Veranstaltung die Zukunft des Klosters.
FÖRDERVEREIN DES BENEDIKTINERINNENKLOSTERS
UNSERER L IEBEN FRAU ZU H ABSTHAL e.V.
Habsthal, Klosterstr. 11, 88356 Ostrach, Tel.: 07585 / 656

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Die Schuhe der Schwestern
Dauer der Ausstellung 21.03.-03.10.2026

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